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Die Blies und ihre Zuflüsse
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Hier geht es um den längsten Fluss innerhalb des Saarlandes
Auch musikalisch dient die Blies als Vorgabe. Sei es die Blies-Blues-Band oder Christoph Klingler`s Song
Alt Werkstatt an de Blies. Zu hören ist es hier
FAQ - Die meist gestellten Fragen:
- Wo entspringt die Blies? Unweit von Selbach in der Gemeinde Nohfelden
- Wie lange ist die Blies? 99,495 km
- Wie tief ist die Blies? Oberlauf 20-70cm, Mittellauf 80-120cm, Unterlauf 160-200cm
- Wie breit ist die Blies? Oberlauf 4-7 mtr, Mittellauf 10-12mtr, Unterlauf 16-22mtr
- Wie kalt ist die Blies? 10-12 Grad
- Gefälle der Blies? Oberlauf 8,4, Mittellauf 1,2, Unterlauf 0,84 (Jeweils Promille)
- Wie viel Wasser fließt in der Blies, Ist die Blies größer als die Saar? Antwort
Das gewässerkundliche Verzeichnis der Blies steht hier zum Download bereit.
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Fließgewässer, im Amtsdeutsch Oberflächenwasserkörper, faszinieren den Menschen schon von klein auf.
Wer hatte nicht schon versucht an seinem Heimatbach als Kind einen Staudamm zu bauen? Fließgewässer
sind der Garant auch für Badespaß, Wassersport, Naturfreunde oder Angler.
In dieser Webseite wird die Blies, mit Schwerpunkt Gewässerkunde, beschrieben.
Aktuell: Fototagebuch der Blies . Jede Woche ein neues Foto
Aufnahme vom 10.02.2012. Die Blies bei Saargemünd ist zugefroren weil die Saar gestaut und eingefroren ist.
Mehr dazu im Film unter Punkt VIII.
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Inhaltsverzeichnis:
I. Der Name: Aus Blesa wird Blies hier klicken
II. Zuflüsse: Zuflüsse der Blies hier klicken
III. Lauflänge: Kilometrierung hier klicken
IV. Abflussmenge: Wasserführung hier klicken
V. Einzugsgebiet: Wasserherkunft hier klicken
VI. Besonderheiten: Nicht Alltägliches hier klicken
VII. Hochwasser Hochwasser der Blies hier klicken
VIII. Video: Filme über die Blies hier klicken
IX. Technisches: Messungen hier klicken
X. Links: Relevante Webseiten hier klicken
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I. Der Name
Der historische Name der Blies war Blesa und stammt angeblich aus dem Keltischen. Blesa soll "Die Fließende"
bedeuten. Allerdings trifft dies wohl auf alle Fließgewässer zu, nicht wahr?
II. Die Zuflüsse
I Quellgebiet
II Oberlauf bis Neunkirchen
III Mittellauf bis Blieskastel
IV Unterlauf bis Bliesbruck
V Mündungsgebiet
Quellgebiet
Eigentlich sind es drei kleine Quellen. Bei meinem Auftritt dort, es war Ende März `11, fand ich jedoch nur
eine aus der Wasser sprudelte. Wie findet sich die Bliesquelle? Auf der Landstraße 113 zwischen Gronig und
Selbach. Von Selbach kommend Richtung Gronig. Ca 700 mtr hinter der Straßenkreuzung steht unscheinbar am
rechten Straßengraben ein Holzschild "Bliesquelle". Es geht ca 100 mtr einen Kiesweg hinunter. Dort befindet
sich ein weiteres Schild. Zwischen Laubbäumen hindurch stößt man auf eine Mulde in der Wiese. Dort sind die
die Bliesquellen. Für mein Video suchte ich mir die Linke aus.
Wie findet man die Bliesquelle?
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Hinweistafel zur Bliesquelle
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Bereits nach 4,2 Kilometer Wasserlwird der Pegelstand zwischen Oberthal und Gronig
kontrolliert. Wohl wissentlich welche Hochwasserschäden im späteren Verlauf die Blies verursacht.
Pegelmessanlage Oberthal / Gronig zwischen Sportplatz und Bliestalhalle
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Schon kurz nach der Quelle ist die Blies namensgebend für eine Freizeithalle. Dort oben bei Oberthal
weiß man nur wenig davon, dass gut 80km flussabwärts die Blies 20 Meter, teilweise mehr, breit sein wird.
Bliestalhalle zwischen Oberthal und Gronig
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Zwischen der Quelle und Bliesen, sogar bis nach Sankt Wendel, speisen zahlreiche Rinnsale und Gräben
die junge Blies. Herausragend sind einige Kleinbäche zu nennen, beginnend mit dem Hirzbach, der aus
Theley kommt. Er bringt der Blies mehr Wasser, als sie selbst führt. Nach Bliesen erhöhen
Mockenbach, Gombach und Johannesbach den Abfluss der Blies deutlich.
Der Hirzbach (links) mündet zwischen Theley und Gronig in die Blies
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Die "junge" Blies bei Bliesen, noch ohne Mockenbach, Gombach und Johannesbach.
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Der Johannesbach vor St. Wendel
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Oberlauf
Mit einer Breite von 3,5 bis 4mtr erreicht der Bliesbach die Kreisstadt St.Wendel. Unspektakulär erfolgt
deutlich Wasserzugang vom Todbach, sodass die Wassermenge sich verdoppelt. In Folge dessen
fließt die Blies mit einer Breite von gemessenen 7 mtr durch Sankt Wendel, allerdings kaum mehr als Knöchel tief,
18cm waren es Mitte April 2011. Zusammen haben Blies und Todbach einen doppelten Abfluss
Die Todbachmündung, rechts, in St.Wendel
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Nach St.Wendel ist das Bachbett der Blies von Mäandern geprägt, im Oberlauf eher untypisch für einen Bach.
Parallel zur B41, einer Landstraße und einer Bahnstrecke verläuft sie durch ein reizvolles Tal. Dabei verlässt
sie den Landkreis Sankt Wendel und tritt kurz vor Ottweiler in den Landkreis Neunkirchen ein. Im St Wendeler Becken
fließen weitere Kleinbäche der Blies entgegen. Ein Blick auf die Abflusswerte der Pegel zeigt zwischen St.Wendel
und Ottweiler zunächst unerklärbare Wasserzunahme. Tatsächlich entwässern fünf Kleinbäche, der Keimbach, Wurzelbach,
Niederlinxweiler Sulzbach, Rodenbach und der Wingertsbach dieses Gebiet, das immerhin 50 km2 umfasst.
In Ottweiler, der zweiten Stadt am Lauf der Blies, gibt es einen kleinen Park welchen sie durchfließt. Ihr Wasser ist
gemessene 8mtr breit und 40cm tief. Das Bachbett ist dort übermäßig rutschig und glitschig, weshalb ich bei Messung
das Führungsseil bevorzugte.
Ermittlung der Bliestiefe in Ottweiler bei Normal-, bis Niedrigwasser
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Mit Erreichen der dritten Stadt, der Kreisstadt Neunkirchen, bekommt die Blies reichlich Wasserzufuhr. Zunächst im
Ortsteil Wiebelskirchen von der Oster.
Ab dort kann zu recht vn einem Kleinfluss gesprochen werden, der bei Hochwasser rasch auf 60m³/s Wasserführung
ansteigen kann. Mit einer Breite von 9 mtr Breite und 70 cm Tiefe in der Sohle geht es Richtung Neunkrichen City.
Die Ostermündung, rechts, in Wiebelskirchen
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Voher verläuft die Blies in einer großen Doppelkurve entlang von Saar-Stahl und tritt von Norden an den Stadtrand
von Neunkirchen. Dabei mündet von rechts ein Gewässer ein, welches bei Wikipedia völlig unbekannt ist.
Tatsächlich handelt es sich bei Normalwasser um den drittgrößten Wasserzulauf der Blies. Es ist der
Sinnerbach. Seine Breite und Tiefe verblüfften mich bei Erstbesichtigung so sehr, dass ich annahm es sei
die Blies! Der Sinnerbach entwässert den Landstrich um Schiffweiler, im Westen bis nach Wemmetsweiler, im Norden
Stennweiler, im Süden Heiligenwald. Er entsteht durch Zusammenfluss von Mühlbach und Fahrbach in Landsweiler-Reeden.
400 mtr nach dem Zusammenfluss bekommt der Sinnerbach reichlich Wasserzufuhr vom Klinkenbach.
Dazu eine Videoaufnahme hier anklicken . Nach diesem Zusammanfluss führt der Sinnerbach reichlich Wasser.
sinngemäß durchfließt er die Ortschaft Sinnerthal.
Die Mündung in die Blies wurde von Menschenhand geschaffen, denn auf den letzten 150 mtr fließt der Sinnerbach unterirdisch.
Genau an der Mündung erscheint er wieder ans Tageslicht. Sein Einzugsgebiet umfasst zwar nur 30 km2 rund um Schiffweiler.
Seine Lauflänge einschl. einer seiner Quellbäche ist kürzer als 10km. Bemerkenswert indes ist seine relativ starke Wasserführung.
Der Sinnerbach
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Der Sinnerbach fließt in einem Schacht
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Schachtaustritt und Mündung in die Blies
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Das Einzugsgebiet des Sinnerbach
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Im Neunkircher Stadtgebiet befindet sich eine Pegelmess-, und Hochwasserwarnanlage. Etwas Flussabwärts wird der Blies
im Bereich der Kläranlage Neunkirchen Wasser für die Kühlung des Kraftwerks Bexbach
entnommen, ebenso von Saar-Stahl Neunkirchen. Die Verlustleistung beträgt 170 Liter pro Sekunde.
Anschließend beginnt der Saarpfalz-Kreis und der Mittellauf der Blies.
Mittellauf
Ebenso wie im Quellgebiet und im Oberlauf, speisen auch im Mittellauf einige Kleinbäche die Blies. Namentlich sind es
der Bexbach, der südlich der gleichnamigen Stadt in die Blies mündet, der vom Höcherberg kommende Feilbach
bei Altstadt und wenige hundert Meter später der Mutterbach bei Limbach. Bexbach, Feilbach und Mutterbach
führen zusammen 250 l / S Wasser an 250 Tagen im Jahr.
Der Bexbach, kurz vor seiner Mündung kaum tiefer als 22cm
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Der Feilbach, er mündet bei Altstadt in die Blies
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Der Mutterbach mündet bei Limbach in die Blies
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Im weiteren Verlauf unterquert die Blies zunächst die Autobahn 6 zwischen Kreuz Neunkirchen und Anschluss Homburg.
Wenige Flusskilometer später zwischen Limbach und Einöd die A8. Dort befindet sich eine Hinweistafel "Blies". Diese
Stelle bei Flusskilometer 50,1 ist ziemlich genau die Hälfte der Lauflänge der Blies.
Südlich von Homburg bringen zunächst der Erbach, dann der Lambsbach weiteren Zulauf, wobei ca 110 l/ s
des Erbachwassers aus gereinigten Abwässern der Stadt Homburg kommt. Mittlerweile ist die Blies ein
nicht zu übersehender Kleinfluss von 12mtr Breite und 80cm Tiefe geworden, gemessen an der Erbachmündung. Natürlich
unterliegt das Schwankungen.
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Der Lambsbach in Schwarzenbach. Er führt in der Regel 220 Liter Wasser pro Sekunde.
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Zusammenfassend entwässert die Blies das sogenannte Homburger Becken. Das hier dargestellte Einzugsgebiet umfasst
ca 131 km2. Bexbach, Feilbach, Mutterbach, Erbach und Lambsbach erhöhen die Abflussmenge der Blies etwas in dem Wert,
den die Blies vor der Todbachmündung hat, bzw des Wertes des Sinnerbachs. Grob gesagt.
Verglichen mit dem St.Wendeler Becken liefert das Homburger Becken trotz 2 1/2 facher Größe keinen größeren Abflusswert.
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4,4 Flusskilometer abwärts mündet der Schwarzbach in die Blies.
Der Schwarzbach ist bei seiner Mündung 50,5 km lang, die Blies mit 54,56 km etwas länger.
Die Hornbachmündung in Zweibrücken-Ernstweiler
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Nach dem Wasserzulauf aus der Pfalz bewegt sich dreimal soviel Wasser pro Sekunde im Flussbett der Blies. Meine Messungen
aus einem Boot heraus ergaben nach der Mündung eine Breite von 16 mtr bei einer Tiefe von 140 cm, bei Bierbach
stellenweise mehr. 2,5km Flussaufwärts mündet der Hornbach bei Zweibrücken-Ernstweiler in den Schwarzbach.
Mehr dazu unter später im Kapitel V.
Die Schwarzbachmündung nahe Homburg-Einöd
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Bis dahin floss die Blies in südöstlicher Richtung. Im weiteren Verlauf ist die Fließrichtung streng nach
Süden gerichtet. Das Bliestal ist ca 1km breit. Nach wenigen Kilometern wird die vierte Stadt erreicht.
Unterlauf
Es ist das arg hochwassergeplagte Blieskastel. Hier beginnt nicht nur der Bliesgau, sondern auch der Unterlauf der Blies.
Im Vorort Lautzkirchen sprudelt der Würzbach der Blies entgegen. Kaum länger als 12 km ist der Würzbach nicht,
sein Bachbett weniger breit als die Blies tief ist.
Der Würzbach
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In Blickweiler bringt der kleine Leistelbach sein Wasser zum Bliesfluss. Danach folgen weitere Zuläufe.
Es sind der Laudenbach bei Herbitzheim, der Hetschenbach in Gersheim, der Gailbach vor Reinheim
und Die (Wald-)Klamm in Reinheim.
Der Laudenbach bei Herbitzheim.
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Der Hetschenbach bei Gersheim.
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Die Klamm bei Reinheim.
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Diese Kleinbäche erhöhen den Abflusswert der Blies um weitere 700 l/s. (Q250t/a). In Reinheim fließt reichlich Wasser
durch das Flussbett. Dort könnte man zu Fuß durch den Fluss gehen. Teilweise ist die Blies 33 mtr breit aber nicht sonderlich tief,
ihre Fließgeschwindigkeit ist hoch und daher nicht ungefährlich.
Die Blies bei Reinheim ist teilweise 33mtr breit
hier zu sehen
Mündungsgebiet
Nach Reinheim verlässt die Blies für 3,5 km Deutschland und fließt in ein paar Bögen in Frankreich. Erster ort gleich nach
der Grenze ist Bliebruck. Im weiteren Verlauf mündet von deutscher Seite der Mandelbach bei Habkirchen in die Blies.
Er entwässert das gleichnamige Mandelbachtal und ist sogar Namensgeber für die Gemeinde Mandelbachtal, die ca 11.000 Einwohner hat.
Der Mandelbach
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Erwähnenswert in diesem Gebiet ist noch der Ransbach, namensgebend für den Ort Bliesransbach und der Gehlbach als wirklich letzter
Zufluss der Blies. Nach drei saarländischen Landkreisen befindet sich die Blies übrigens hier im Landkreis Saarbrücken, um es
einmal salopp auszudrücken.
Im Stadtgebiet von Saargemünd mündet die Blies in die Saar. Das Einzugsgebiet der Blies ist mit 1.879 km²
leicht größer als das der Saar ( 1.784 km² ). Optisch wirkt die Saar bei Saargemünd deutlich größer,
doch ist die Saar bereits dort zweimal gestaut und der Saar-Kohle-Kanal mündet bei Saargemünd in die Saar.
Die tatsächlich-natürliche Breite der Saar ist ca 15km Saar aufwärts bei Wittrig in Frankreich zu erkennen (Foto unten).
Die Saar vor Saargemünd
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Nun im Vergleich die Blies vor Saargemünd
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Zusammenfluss von Blies und Saar in Saargemünd.
In Bildmitte: Das "Deutsche Eck" der Saarländer...
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III. Lauflänge, Kilometrierung
0 - Die Quelle
1,2 - Erster Zufluss der Blies ist der Knausbach
2,5 - Saukopfbach
3,6 - Hirzbach
7,4 - Ortsmitte Bliesen
9,2 - Gombach
12,7 - Johannesbach
14,1 -Todbachmündung in St.Wendel
24,7 - Ottweiler, Ortsmitte
30,5 - Ostermündung in NK-Wiebelskirchen
34,5 - Sinnerbachmündung vor NK-City
34,7 - Heinitzbach in NK-City
41 - Bexbachmündung, Beginn des Mittellaufs
45 - Die Autobahn 6 überquert die Blies
46 - Feilbachmündung
46,5 - Mutterbachmündung
50,3 - Die Autobahn 8 überquert die Blies
51,3 - Erbachmündung südlich von Homburg
51,9 - Lambsbachmündung
54,6 - Mündung des Schwarzbach bei Homburg-Einöd
61,1 - Würzbachmündung bei Blieskastel-Lautzkirchen
63,1 - Blieskastel, Brücke. Beginn des Unterlaufs
72,4 - Bliesdalheim, Brücke
73,8 - Laudenbachmündung bei Herbitzheim
76,5 - Hetschenbachmündung in Gersheim
79,2 - Reinheim, Brücke und Mündung der Waldklamm
87,2 - Mandelbachmündung in Habkirchen
93,6 - Ransbach
99,1 - Letzter Zufluss der Blies ist der Gehlbach
99,5 - Mündung der Blies in die Saar in Saargemünd
Zur Beachtung: Diese Längenangaben sind dem offiziellen gewässerkundlichen Längenverzeichnis der Unteren Wasserbehörde
vom Landesamt für Umwelt sehr nahe. Die offizielle Lauflänge der Blies ist 99,495 km.
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V. Einzugsgebiet der Blies in km²
Das insgesamt rund 1.880 km² große Einzugsgebiet der Blies liegt zu 37 % im Saarland, zu 46 % in Rheinland-Pfalz
und zu 17 % in Frankreich.
Blies bei Gronig, 8,5
Blies vor St.Wendel, 42
Todbach vor St.Wendel, 42
Blies in Ottweiler, 142
Oster in Hangard, 114
Sinnerbach, 30
Blies in Neunkirchen, 318
Blies bei Einöd, ca. 450
Blies in Reinheim, 1.798
Blies in Saargemünd, 1.880
Höchsthochwasser, Dezember 1993
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VI. Besonderheiten
Die Blies zeigt im ihrem Lauf vier Besonderheiten auf. Im Abschnitt Obere Blies ist folgende Besonderheit zu
bemerken: Unmittelbar vor dem Gebietsauslass bei Gronig befindet sich eine Einleitung aus der Primstalsperre
in Nonnweiler. Um die Kühlwasserversorgung des 750 MW Kohlekraftwerkes in Bexbach auch im Niedrigwasserfall
zu sichern, leitet die Talsperre Nonnweiler eine Abgabemenge von ca 200-250 l/s aus dem Einzugsgebiet
der benachbarten Prims über in das Einzugsgebiet der Blies über eine unterirdische 18,6km lange Rohrleitung.
Bei Oberthal, Ortsteil Gronig, jenseits der Theleyer Str ist die Anlage ersichtlich. Jedoch ist die Anlage
nicht immer in Betrieb. Bei meinem Besuch ebenso.
Das Kleinwasserkraftwerk bei Gronig
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Der Wasseraustritt erfolgt über ein Verbindungsrohr, welches in die Blies führt.
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In diesem Betonkörper tritt das Wasser der Prims heraus und fließt in die Blies.
Donauversickerung auf Saarländisch...
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Über den Überlauf tritt das Wasser nach 18,6km wieder zu Tage.
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Nach wenigen Metern unterfließt die kleine Blies einen Tunnel der demontieren Bahnstrecke, die einst
von St.Wendel nach Tholey führte. Seit 2002 ist der Bahndamm ein Rad-, und Wanderweg.
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Hinter dem Tunnel ist unweit das Freibad von Gronig.
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Die Anlage auf einen Blick.
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Bemerkenswert ist weiterhin, dass die Blies im Mittellauf eher die Charakteristika des Unterlaufes aufweist.
Obwohl in der Regel in einem Fließgewässer die Temperaturen von der Quelle zur Mündung hin ansteigen, liegen die im
Mittellauf der Blies gemessenen Wassertemperaturen zu jeder Jahreszeit über den in Reinheim erfassten Werten.
Die durchschnittliche Temperatur beläuft sich an der Haseler Mühle nahe Bexbach auf 13,6°C, in Reinheim dagegen
lediglich auf 11°C. Unterschiedliche Faktoren sind für diese Phänomene verantwortlich: Aufgrund der Nähe der Haseler
Mühle zum Kraftwerk Bexbach kann angenommen werden, dass dieser Standort von den rückgeführten Kühlwässern des
Kraftwerkes beeinflusst wird und es so zur Erhöhung der Wassertemperatur kommt. Insgesamt macht sich im Unterlauf
der Blies gerade im Hinblick auf Wassertemperaturen der Zulauf des Schwarzbaches bemerkbar. Dieser liefert in
Höhe Einöd etwa zwei Drittel des Abflusses der Blies und weist auch in der warmen Jahreszeit geringe Temperaturen
auf, im Mittel: 10,7°C
Auf die dritte Besonderheit wurde schon eingegangen. Die Wasserführung der Blies ist im 50-Jahres Durchschnitt höher als
der Saar, begründet auf die höhere Hochwasserbereitschaft. Jedoch wirkt die Blies mehrheitlich nicht größer als die Saar.
Ebenso wurde bereits die vierte Ungewöhnlichkeit angeschnitten, ein doppelt so wasserreiches Gewässer mündet in
in die Blies, nicht die Blies in den Schwarzbach.
Die Blies im Winter, Dauerfrost, zugefrorener (eingefroren) Fluss?
Februar 2012, eine Woche herrscht strenger Frost, nachts bis minus 18 Grad, am Tag kaum wärmer als minus 7.
Die Blies ist noch nicht eingefroren, jedoch teilweise die Schwimmer in den Pegelmessanlagen, wie auch
kleinere Zuflüsse.
Wer regelmäßig die Pegelstände über die Seite der Unteren Wasserbehörde verfolgt, stellt seit Tagen merkwürdige
Veränderungen an den Pegelmessdaten fest. Das typische Sägezahnmuster binnen 24 Stunden gibt den Hinweis auf
nachts einfrierende Schwimmer der Messanlage wieder, während am Tag bei Sonnenbestrahlung die Werte umkehren.
Typisches Zeichen für beginnend zufrierenden Fluss ist das Sägezahnmuster der Pegelmesskennlinien.
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Kleinere Zuflüsse sind bereits am Zufrieren, so wie hier im Foto zu sehen der Würzbach.
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VII. Hochwasser an der Blies
Kaum ein Jahr in dem es kein Hochwasser an der Blies gibt, doch so heftig wie kurz vor Weihnachten 1993 war es noch
nie gewesen. An diesem 21.Dezember wurden bis zu 373.000 Liter Wasser pro Sekunde gemessen, wobei sich das Messen
bestimmt nicht einfach gestaltet haben dürfte.
Homburg-Einöd im Mündungsbereich Schwarzbach
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Hochwasser in Blieskastel, Dezember 1993.
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Der Stadtkern von Blieskastel unter Wasser
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Wenn das Wasser über die eigene Brücke fließt...
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VIII. Video / Film über die Blies
Das Video über die Blies, 100km in 10 Minuten
Die Blies ist zugefroren bei Saargemünd
Der Sinnerbach bei Sinnerthal
IX.Technisches
Die mittlere Ablussmenge (MQ), angegeben in l/s bzw m³/s, stellt keinen allgemein gültigen Wert dar.
Er reflektiert das durchschnittliche Ergebnis teils 50-jähriger Messungen. Unrichtig wäre es, die
Differenz zweier Werte (MQ) im Flussverlauf als Grundlage für den Wasserzulauf zwischen beiden Messpunkten
zu nehmen, oder zwei Fließgewässer im MQ zu vergleichen. Ein Blick auf die Niederschlagsgebiete,
geologische Formation, Bodenbeschaffenheit und unterschiedliche Fließzeiten verdeutlicht diese
Tatsache. Dazu Beispiele.
Im Messzeitraum 2011 führte der Schwarzbach bei Einöd, Flusskilometer 49,65 a.d. Quelle, als Höchstwert
84,7 m³ Wasser pro Sekunde am 06.01.2011. Die Blies erreichte am 07.01.2011 mit 83,5 m³ / s knapp diesen
Wert, jedoch bereits bei Flusskilometer 30,63 in Wiebelskirchen.
Passierte die Scheitelwelle des Schwarzbachs bereits die Messpunkte Einöd und Blieskastel, stand das
Eintreten der Scheitelwelle der Blies in diesem Bereich noch bevor.
Ich bin daher zurückhaltend im Umgang mit dem Wert MQ und bevorzuge MQ-Werte des letzten Jahres.
Wer es ganz genau... der kann hier ein Dokument (Word) herunterladen.
Berechnung des Abflusswertes, Einmalwert, am Beispiel Erbach
Der Erbach bietet kurz vor seiner Mündung in die Blies beste Voraussetzungen für eine Messung, da gut zugänglich,
abseits der Zivilisation, symetrisches Betonbachbett, gerader Lauf und geringe Wassertiefe. Die Messung ergab im
Einzelnen. Gesamtbreite 240 cm, davon Breite der Bachsohle 120 cm und je 60 im Flankenbereich. Gemessene Tiefe 34 cm,
dreimalige Messung der Fließgeschwindigeit 0,5834 mtr/s. Demnach beträgt der Sohlenquerschnitt 0,408 m², beide Flankenbereiche
zusammen 0,204². Wird der Gesamtquerschnitt (0,612 m²) mit der Fließgeschwindigkeit (m/s) multipliziert, gelangt man
zum Abflusswert. Im vorliegenden Fall ergab sich an diesem Tag ein Ablusswert von 0,612 x 0,5834 = 0,36 m³ Wasser / Sekunde.
Wassertiefe des Erbachs, südlich Homburg
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Berechnung Bachquerschnitt
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X. Links
Gemeinde Oberthal
Stadt Blieskastel
Das Ostertal
Saarlandbilder
Der Bliesgau![]()
Impressum:
Thomas Baier, Homburg/Saar
i-Mehl an mich
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